Vorstellung der Kolonie

Die Colonia Iulia Equestris

Gegen 45 v. Chr., kurz nach der Eroberung Galliens, wurde die Colonia Iulia Equestris von den Römern am Ufer des Genfer Sees gegründet. Glaubt man den (antiken und mittelalterlichen) Quellen, so erstreckte sie sich am rechten Ufer der Rhône, zwischen den Ländereien von Gex, dem Jura und der Schweizer Seite des Flusses Aubonne.

Die Colonia Iulia Equestris war offenbar eine Militärkolonie. Sie wurde gegründet, um die Veteranen der Armee Cäsars - vermutlich Reiter (Equestris) - aufzunehmen. Sie scheint ein wenig älter als die zwei Nachbarkolonien Lyon (Copia Felix Munatia Lugdunensis) und Augst (Colonia Raurica, bei Basel) zu sein, die ebenfalls kurz nach dem gallischen Krieg entstanden.

Das urbane Zentrum dieses Territoriums, Noviodunum, befand sich am gleichen Ort wie das heutige Nyon.

Was ist eine römische Kolonie?

Eine Kolonie umfasste ursprünglich ein Gebiet, dessen Boden an neue Siedler verteilt wurde, und ein urbanes Zentrum, das die politischen und administrativen Strukturen zentralisierte. Es kam ebenfalls vor, dass bestimmte Städte den Status der Kolonie als Ehrentitel erhielten.

Wenn eine Kolonie gegründet wurde, wurde zunächst das gewählte Gebiet begrenzt. In einer Zeremonie, die eine zentrale Rolle bei der Gründung spielte, wurde es in Parzellen aufgeteilt. Diese Aufteilung nannte man „Katastration“ oder „Zenturiation“. Daraufhin erhielt die Kolonie einen bseonderen politischen Status. Ihre Institutionen wurden gänzlich nach dem Beispiel Roms eingesetzt.

Nyon scheint zu einer Kategorie von Kolonien zu gehören, die in unbesetzten oder von einem Feind konfiszierten Gebieten gegründet wurden, um die römische Präsenz zu etablieren und zu stärken.

Eine lange Geschichte urbaner Ausgrabungen

Seit dem 19. Jhd. haben sich Persönlichkeiten aus Nyon für die prestigeträchtige römische Vergangenheit der Stadt begeistert. Bereits 1860 wurde ein Museum der einheimischen Geschichte gegründet. Ab den 1930er Jahren vertiefte Edgar Pelichet, Konservator des Museums und Kantonsarchäologe, die Untersuchungen und Feldforschungen. Die Erkenntnisse über das römische Nyon schritten deutlich voran, bis 1974 die spektakuläre Entdeckung der Fundamente der Forumsbasilika gemacht wurde.

Die archäologischen Ausgrabungen in der Stadt Nyon werden unter der Verantwortung des kantonalen Amts für Archäologie des Kantons Waadt durchgeführt,  seit 1988 vor allem durch die bevollmächtigte Firma Archeodunum S.A. Ausgrabungen im Stadtgebiet erfordern die Zustimmung der lokalen politischen Kräfte sowie die Unterstützung der Bevölkerung, die oft neugierig ist, die Spuren der Vergangenheit innerhalb der eigenen Stadt zu erkunden.

Regelmässig werden archäologische Forschungen als Teil von Immobilien- und Bauingenieursprojekten auf der Ausgrabungsstätte durchgeführt. Die Forumsbasilika, die seit 1979 das römische Museum beherbergt, sowie das 1996 entdeckte Amphitheater konnten erhalten werden. Die meisten ausgegrabenen Überreste werden jedoch nur erfasst und wieder vergraben. Unterschiedliche Plattenbeläge auf den Strassen markieren die wichtigsten Funde. 

Auch die römische Villa von Commugny gehörte zum Territorium der Kolonie. Heute ist sie in erster Linie für ihre Wandmalereien bekannt, die anfangs des 20. Jhd. entdeckt wurden und von aussergewöhnlicher künstlerischer Qualität sind.

 



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